


Godzillas italienischer Cousin
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die nächste Generation des Nissan GT-R elektrisch angetrieben wird. Es wäre das Ende von „Godzilla“ mit Verbrennungsmotor. Angesichts der vielen fantastischen Autos mit „GT-R“ in der Modellbezeichnung ist es schwer, einen Favoriten zu wählen. Aber der Italdesign GT-R50 nimmt in unserer Rangliste definitiv einen Spitzenplatz ein. Basierend auf dem GT-R Nismo der R35-Generation wurden von geplanten 50 Exemplaren (zur Feier des 50. Geburtstags beider Marken) in einer Manufaktur nahe Turin nur 18 gebaut, was sie zu den seltensten und wertvollsten GT-R aller Zeiten macht. Angetrieben wird der GT-R50 von einem bei Nismo handgefertigten 3,8-Liter-V6 mit 720 PS. Dieses Modell verfügt sogar über den ausfahrbaren Heckflügel, damals ein Extra im Wert von 60.000 Euro!



Mein schneller grüner Kaktus
Nur zwischen 350 und 450 Exemplare des Audi S3 der ersten Generation (8L) verließen das Werk in der auffälligen Farbe Kaktusgrün. Was uns sofort auf dieses Exemplar aus dem Jahr 1999 aufmerksam machte. Dieser Audi verkörpert wohl den Höhepunkt des schlichten, zeitlosen Designs aus Ingolstadt und eignet sich mit 240.000 Kilometern Laufleistung perfekt für den unbeschwerten Alltagsgebrauch. Unter der Motorhaube arbeitet ein aufgeladener 1,8-Liter-Vierzylinder, der dank quattro-Antrieb respektable 210 PS auf beide Achsen schickt. Wer würde dieses Auto mit spanischer Besitzerhistorie und seinen hübschen 17-Zoll-S3-Originalfelgen nicht gerne täglich fahren?



Nichts geht über Mamas Pasta
Jeder liebt die Pasta seiner Mutter, aber der Anblick dieses Alfa Romeo GTM 1750 mit dem Spitznamen „Mama’s Pasta“ jagte der Konkurrenz in der amerikanischen Trans-Am-Meisterschaft der Jahre 1971 und 1972 gehörig Angst ein. Gesteuert wurde er von Horst Kwech (1937-2019), einem in Österreich geborenen Australier, der 1961 nach Amerika kam und schon 1965 auf einem Alfa Romeo Giulia Ti Super den Fahrertitel der SCCA-Meisterschaft gewann – es war der Beginn einer langen Beziehung mit der italienischen Kultmarke.
Angetrieben von einem 2,0-Liter-DOHC-Vierzylinder erzielte Kwech mit dem orangenen GTM 1750 in der Saison 1971 fünf Podiumsplätze in der Trans-Am-Klasse unter 2,5 Litern Hubraum, darunter zwei Siege. Im folgenden Jahr belegte er je einen ersten, zweiten und dritten Platz. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wurde der Alfa Romeo Mitte der 90er-Jahre vom Markenspezialisten Roman Tucker restauriert und gewann 2008 seine Klasse beim Amelia Island Concours d'Elegance. Dank einer 2016 durchgeführten Motorüberholung durch Rebello Racing und in seiner originalgetreuen Lackierung ist dieser Alfa Romeo ein wahres Schmuckstück auf vier Rädern.



Als Renault richtig was wagte
Renault Sport ist bekannt für seine spritzigen „Hot Hatches“, doch um die Jahrtausendwende scheuten sie auch vor gewagten Experimenten nicht zurück. Parallel zur Entwicklung des Mittelmotor-Clio V6 beschlossen die Franzosen, mal ganz neue Wege zu gehen und legten den unglaublichen Renault Sport Spider auf Kiel. Auf nur 1.000 Exemplare limitiert und angetrieben vom Zweiliter-16V-Vierzylinder aus dem Clio Williams, glich der Spider seine moderate Leistung von 150 PS durch ein geringes Gewicht von nur 930 Kilogramm aus. Dieser in der legendären Farbe „Pearlescent Liquid Yellow“ lackierte Spider Baujahr 2001 ist eine Version mit Windschutzscheibe („pare-bris“), war fast 20 Jahre im Besitz des gleichen Owners und hat erst 20.000 Kilometer auf dem Tacho.



Brutal schön in Brewster Green
Ende der 1990er-Jahre war der auf dem Aston Martin Virage basierende V8 Vantage allmählich in die Jahre gekommen. Wie also haucht man einem Modell, das fast schon reif für den Ruhestand ist, neues Leben ein?, fragten sie sich in Newport Pagnell. Die Antwort: mit einer gehörigen Extra-Portion Leistung und einem bulligen, muskulösen Bodykit! So entstand das V600 Driving Dynamics Upgrade, vom Werk als Paket für nur 30 V8 Vantage produziert. Dieses Exemplar ist das letzte aus der Reihe und das zwölfte mit Linkslenkung. Es wurde im Jahr 1999 neu in die Schweiz geliefert, wo es – bis heute – mit drei weiteren Besitzern verblieb. Lackiert in Brewster Green, ist das brutale 600-PS-Monster mit einem Interieur in olivgrünem Connolly-Leder sehr britisch ausstaffiert und befindet sich dank einer Laufleistung von etwas mehr als 18.000 Kilometer in einem hervorragenden Zustand. Solch ein V8 Vantage repräsentiert den letzten per Hand bei Aston Martin gebauten Dinosaurier, noch voll analog und mit monumentalem Drehmoment. Er markierte das Ende einer Ära.








































