


Alpinweiß über Kirschenrot
Wer Wert auf diskrete, aber zugleich extrem schnelle und zudem noch seltene Sportwagen legt, sollte dieses Alpina B7 Turbo Coupé ganz oben auf seine Wunschliste setzen. Der 1981 gebaute Wagen auf Basis der E24-Baureihe ist einer von schätzungsweise 153 B7, die sie zwischen 1978 und 1982 bei Alpina in Buchloe gefertigt haben. Als eines der letzten Modelle wurde er in Alpinweiß (146) und mit kirschroter Lederausstattung (128) an seinen ersten (Schweizer) Besitzer ausgeliefert, der ihn dann bis 2004 behielt. Ab dann ging er an seinen aktuellen belgischen Eigentümer über, der ihn über all die Jahre turnusmäßig bei auf BMW/Alpina-Typen spezialisierten Werkstätten zum Service gab. Die Besitzerhistorie ist hervorragend dokumentiert – unter anderem durch eine 2004 beginnende Kilometerhistorie, einen Fahrzeug-Pass und Service-Rechnungen im Wert von über 40.000 Euro.
Alpina gab für einen solchen B7 eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h an – für 1981 mehr als respektable Werte, die bis heute in ein sehr dynamisches Fahrerlebnis übersetzt werden. Mit Bilstein-Dämpfern, 16-Zoll-Alpina-Leichtmetallfelgen, Schiebedach, Klimaanlage und Recaro-Sitzen erhält man mit diesem von House of Cars in Belgien angebotenen Coupé ein alltagstaugliches Stück lässiger Eleganz à la Buchloe.



Traum-Yacht auf vier Rädern
Sollte der Bootsbauer Riva jemals beschließen, den Stapellauf seiner „Ferrari der Meere“ zu beenden und neben Kooperationen mit Fiat auch andere Autos zu entwickeln, gibt dieses Modell ein gutes Bild davon ab, wie das aussehen könnte. Dieser Ferrari 488 Spider aus 2017, der im Rahmen des Tailor Made-Programms von Ferrari als Hommage an Riva („Inspirata da Riva“) entstand und am 25. April bei RM Sotheby’s in Monaco versteigert wird, ist wahrlich einzigartig.
Lackiert in Blu Chiaro Metallizzato mit Akzenten in Bianco King und Blu Tiffany präsentiert sich dieser 488 als mediterranes Design-Statement. Auch innen setzt sich das maritime Thema mit weißem Leder, Ziernähten in Blu Tiffany und eleganten Einlegearbeiten aus Walnuss- und Ahornholz fort. Selbst die Details wurden mit bewundernswerter Sorgfalt umgesetzt, von den 20-Zoll-Schmiedefelgen mit speziell veredelten Nabenkappen bis zum maßgefertigten Gepäck, Werkzeugsatz und Akku-Kompressor. Wenn Ihre ideale Fahrstrecke aus einer Küstenstraße, einem Leinenhemd und einem Lunch in einem Restaurant mit eigenem Tender-Service besteht, dann könnte dieser nur 9925 Kilometer gelaufene Ferrari aus erster Hand ihre Traum-Yacht auf vier Rädern sein.



Der TVR, der Cobras zum Spaß ärgerte
Die Geschichte des Griffith begann, als der auf Long Island tätige Ford-Händler Jack Griffith beschloss, Carroll Shelbys AC Cobra auszustechen und dafür den kompakten TVR Grantura als Basis zu nutzen. Ein Vorhaben, das als „The Blackpool / Long Island Connection” in die Motorsport-Historie einging. Das Ergebnis war ein anglo-amerikanisches Kraftpaket mit kurzem Radstand, unter einer Tonne Gewicht und 4,7-Liter-„small block“-V8-Motor. Das sehr bald einen furchteinflößenden Ruf genoss und als „Griffith 400“ zwischen 1964 und 1967 nur 59-mal entstand.
Dieses rennfertige Exemplar wurde 2024 vom renommierten britischen Markenspezialisten Nigel Reuben für einen Gentleman-Rennfahrer gebaut. Der blaue Rechtslenker mit einem von Steve Warrior getunten Motor verfügt über FIA-HTP-Papiere, die bis 2034 gültig sind, und wurde bisher nur acht Stunden bei ausgewählten europäischen Veranstaltungen eingesetzt. Er ist also neuwertig, renntauglich und bereit, bei Rennen wie den 6 Stunden von Spa oder Läufen zur Peter Auto Endurance Serie genauso gefahren zu werden, wie es ihm Jack Griffith und TVR damals in die Wiege gelegt haben.



Dieser Mustang ist der Boss
Wenn es je ein Auto gab, das uns daran erinnert, dass Understatement nicht immer eine Tugend ist, dann ist es dieser Ford Mustang Boss 351. Mit seinem machohaften, breitschultrigen Auftritt, der die Eleganz einer Kneipenschlägerei in Jeansjacke verkörpert, steht der Boss 351 sinnbildlich für den glorreichen Höhepunkt der ursprünglichen Muscle-Car-Ära. Und mit ausschließlich im Modelljahr 1971 gebauten 1806 Exemplaren ist er heute ein echtes Sammlerstück.
Besonders erfreulich, dass der Antriebsstrang dieses Wagens genau den Erwartungen an einen echten Boss entspricht: bestehend aus einem 351 cubic inch (5,8 Liter) Cleveland-V8 mit offiziell 330 SAE-PS, einem Viergang-Handschalter mit T-förmigem Hurst-Schaltknüppel und einer 3,91:1 übersetzten Hinterachse mit „Traction-Lok“-Differenzial. On top kommen kraftvolle vordere Scheibenbremsen, eine Dual-Ram-Ansauganlage, ein Sportfahrwerk mit Koni-Dämpfern, ein Spezialkühlsystem, Servolenkung und Sportsitze mit hoher Rückenlehne. Kurz gesagt: ein damals nur als Fastback (Sportroof) ausgelieferter Mustang, der vor allem eines kann: einen unvergesslichen Galopp hinlegen!



Modernistisches Giugiaro-Meisterwerk
Der vom jungen Giorgetto Giugiaro während seiner Zeit bei Bertone entworfene Alfa GT zählt bis heute zu den großen italienischen Coupé-Designs: schon allein optisch agil, perfekt proportioniert und durchdrungen von jener spezifischen Alfa-Romeo-Mischung aus Eleganz und Entschlossenheit. Ein Auto, das schon im Stand Fahrspaß verspricht.
Diese Alfa haben sich mittlerweile zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Klassikern wie dem frühen Porsche 911 entwickelt. In den sozialen Medien haben sie sich als coole, aber etwas unterschätzte Wahl etabliert – als Autos, die man eher mit dem Herzen als mit dem Verstand kauft. Restomodding-Projekte wie diese Neuinterpretation durch das Team von Timeless Garage untermauern dieses Image. Angetrieben wird diese gelbe Schönheit von einem gründlich aufgemotzten Zweiliter-Twin-Spark-Motor mit rund 205 PS; zahlreiche Tuningteile von Alfaholics, Totem Automobili und anderen Top-Marken runden diesen vielleicht besten Allrounder unter den klassischen Autos ab – jetzt mit moderner Technik an den richtigen Stellen!




























