


Es ist Zeit, sich in den Ferrari 612 zu verlieben
Als der Ferrari 612 Scaglietti 2004 auf den Markt kam, waren wir nicht wirklich überzeugt. Zwar besaß der 5,7-Liter-V12-Saugmotor zweifellos herausragende Qualitäten und der Fahrkomfort machte den 612 zu einem echten Langstrecken-GT. Doch Pininfarinas Designsprache fehlte die von einem Ferrari erwartete visuelle Dramatik. Mit seiner langen Motorhaube, den nach hinten verlagerten Fahrgastzellen, den großen, glatten Karosserieflächen und den breiten Flanken wirkte der Scaglietti sogar etwas klobig – ein Eindruck, der sich in seinem beträchtlichen Gewicht von 1.840 kg und der ruckeligen F1-Automatikgetriebe widerspiegelte. Doch 22 Jahre später, nach Jahrzehnten lautstarken und ornamentalen Sportwagen-Designs, wirkt die elegant-subtile und zurückhaltende Designsprache von Pininfarina beim Ferrari 612 fast schon wie eine Wohltat – insbesondere in der eleganten Farbkombination aus grauem Canna di Fucile mit schwarzer Lederausstattung in Nero und dem begehrten Schaltgetriebe mit Kulissenschaltung. Dieser gut erhaltene Ferrari 612, einer von nur 199 handgeschalteten Scaglietti, wird bei der Concorso d’Eleganza Villa d’Este-Auktion von Broad Arrow Auctions für einen Schätzpreis von 200.000 bis 250.000 Euro angeboten.



Der perfekte Power-Kombi
Der Mercedes-Benz E55 AMG T-Modell wurde 1997 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und vereint dezente Alltagstauglichkeit mit echter Affalterbacher Kraft. Angetrieben vom handgefertigten 5,4-Liter-M113-V8-Motor mit 354 PS, aber noch nicht so effektheischend gestylt wie zeitgenössische Super-Kombis, war er von den weniger leistungsstarken Varianten des beliebten Familien-SUVs kaum zu unterscheiden – was ihn bis heute zu einem wahren Sammlerstück macht. Immerhin wurden nur 1.700 Exemplaren gebaut. Mit seiner Avantgarde-Ausstattung inklusive beheizbarer Ledersitze, Schiebedach und Tempomat wurde dieser smaragdschwarze Metallic-E55 von seinen Vorbesitzern nicht nur ausgiebig genutzt, sondern auch bestens gepflegt. Dieser perfektionierte Understatement-Wagen, der Familie und Gepäck mit unaufdringlicher, V8-betriebener Souveränität zum Wochenendausflug transportieren kann, könnte Ihnen bei der bevorstehenden Auktion von Aguttes für geschätzte 14.000 bis 18.000 Euro gehören.



Als Jaguar noch Rennen und Herzen gewann
Chassis 188, der erste von Tom Walkinshaw Racing für 1988 gebaute Jaguar XJR-9, feierte sein Debüt mit einem Podiumsplatz bei den 24 Stunden von Daytona, bevor er als Startnummer 21 Teil des fünfköpfigen Jaguar-Aufgebots bei den 24 Stunden von Le Mans wurde. Als einer von drei Silk Cut XJR-9, die zum historischen Dreifachsieg der Marke beitrugen – Jaguars erstem Le-Mans-Sieg seit 1957 –, kehrte er später in die IMSA zurück und holte mit Brundle und Lammers am Steuer die Pole-Position und den Gesamtsieg in Del Mar. Der XJR-9 mit Chassisnummer 188, der 1989 erneut in Daytona eingesetzt wurde, ist bis heute der einzige verfügbare Werks-Jaguar aus dem erfolgreichen Le-Mans-Jahr 1988. Frisch restauriert, wird der Gesamtsieger der Le Mans Classic 2022 von Duncan Hamilton ROFGO zum Verkauf angeboten. Mit seiner zeitlosen Silk Cut-Lackierung verkörpert er den Höhepunkt des Langstreckenrennsports der Gruppe C – und den letzten großen Triumph der Marke Jaguar im Motorsport.



Der Höhepunkt der Alpina Mania
Die Alpina-Begeisterung ist ungebrochen, und nur wenige Modelle verkörpern sie so wie dieses B12 5.0 Coupé von 1990. Basierend auf dem legendären BMW 850i verwandelte Alpina ihn mit größeren Kolben, überarbeiteter Bosch Motronic, einer speziell angefertigten Abgasanlage und 17-Zoll-Rädern mit 20 Speichen – sowie den ikonischen Alpina-Streifen, die ihn sofort erkennbar machen – in ein Meisterwerk des Grand Touring. Unter der visionären Leitung von Burkard Bovensiepen wurden lediglich 97 Exemplare gebaut, und dieses in Deutschland ausgelieferte Auto befindet sich in außergewöhnlich gutem Originalzustand, lackiert in Sonderlackierung Dunkel Saphirblau Metallic und mit vollständiger Historie. Auf dem heutigen Sammlermarkt, wo originale Alpinas aus der Zeit der Markenunabhängigkeit begehrter denn je sind, ist der B12 5.0 nicht nur selten – er ist ein Statement: der ultimative Grand Tourer für alle, die das Besondere suchen.



Ein Rolls-Royce unter den Porsches
Dieses Porsche 911 Carrera 3.2 Coupé von 1984 ist eine seltene Sonderwunsch-Kreation, die sich deutlich von ihren sportlicheren und funktionaleren Zeitgenossen abhebt. Lackiert im einzigartigen Rolls-Royce-Exeterblau – möglicherweise der einzige 911 in diesem Farbton überhaupt – vereint er einen eleganten, dunkelblauen Vollleder-Innenraum mit edlem Holzfurnier am Armaturenbrett, dezenten Sonderwunsch-Details wie einem lederbezogenen Sicherungskasten und vollelektrischen Recaro-Komfortsitzen. Ausgeliefert in Deutschland und mit bemerkenswerter Originalität erhalten, inklusive Matching Numbers und vollständiger Dokumentation inklusive Porsche-Zertifikat, vereint dieser Rolls-Royce unter den Carreras maßgeschneiderten Luxus mit der begeisternden Leistung des letzten klassischen 3,2-Liter-Sechszylinder-Boxermotors. Ein wahres Sammlerstück, das Porsches luftgekühlte Tradition zu maßgeschneiderter Grandezza erhebt.


























