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5 Sammlerautos, die Sie heute in Ihre Garage stellen sollten

Wir sind zurück mit einer weiteren Folge der Marktfunde. In dieser Woche haben wir nach einer Auswahl erschwinglicherer und das Bankkonto schonender Klassiker gefahndet. So sind drei der fünf Modelle schon für unter 25.000 Euro zu haben.

Mr. Worldwide 

Mit wunderschöner Touring Superleggera-Karosserie aus Italien und einem guten alten amerikanischen V8 von Chrysler unter der Haube war der in England handgefertigte Jensen Interceptor eine veritable internationale Co-Produktion. Trotz der unbestreitbaren Attraktivität dieses Grand Tourers entstanden auch aufgrund des empfindlich hohen Preises in zehn Jahren nur 6.408 Interceptor, davon lediglich 1.128 Mark-II-Varianten wie dieses Exemplar von 1971.

Als Höhepunkt der Interceptor-Baureihe bot der Mark II im Vergleich zum Mark I einen moderneren Innenraum und subtile Designverbesserungen. Dieses Exemplar in Gunmetal Grey mit seiner maulbeerroten Lederausstattung ist ein hervorragender Vertreter seiner Gattung und mit einer Reihe von aufpreispflichtigen Extras gesegnet – darunter Servolenkung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Sport-Lenkrad und -sitze sowie ein AM/FM-Radio. Dank einer sorgfältigen Restaurierung sollten sich der 6,3-Liter-V8 und das Schaltgetriebe dieses Interceptors in ausgezeichnetem Zustand befinden. Wenn Sie einen komfortablen und leistungsstarken klassischen GT suchen, wird dieser Zeit seines Autolebens in den Niederlanden zugelassene linksgelenkte Interceptor Ihren nächsten Roadtrip unvergesslich machen!

 

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Von de Niro geschätzt

Wenn es etwas gibt, wofür Oberklasselimousinen neben ihrer Geschwindigkeit auf gerader Strecke bekannt sind, dann ist es ihr ebenso rasanter Wertverlust. Das macht diesen im Wert bereits stark gesunkenen Audi S8 der D2-Generation als potenziell modernen und alltagstauglichen Klassiker umso attraktiver. Berühmt wurde er durch seine Hauptrolle an der Seite von Robert De Niro im Actionthriller „Ronin“ von 1998. Diese Autobahnrakete aus dem Jahr 2001 kombiniert einen 364 PS starken 4,2-Liter-V8 mit der exzellenten Kabinenqualität eines Audis aus der Zeit um die Jahrtausendwende, einer Fünf-Gang-Automatik mit Tiptronic-Funktion und einem permanenten Quattro-Allradantrieb mit Torsen-Mittendifferential. 

Dieses Exemplar mit spanischer Historie hat schon einige Autobahn-Kilometer gefressen, wie der aktuelle Tachostand von 296.246 Kilometer ausweist. Trotz der hohen Laufleistung sind Interieur und Exterieur in ausgezeichnetem Zustand, während die Kombination aus grauem Exterieur und grauem Interieur zeitlos bleibt. Für knapp unter 10.000 Euro ein echtes Schnäppchen – im Internet werden Sie kaum ein besseres Auto für Ihr Geld finden.

 

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Günstigster Dreisitzer 

Benannt nach dem italienischen Wort für Muräne, folgte der Matra Murena auf den beliebten, aber mit zahlreichen Mängeln behafteten Matra Bagheera. Zugleich war er das letzte Auto unter dem Markennamen Matra-Simca. Das Modell entstand in Kooperation zwischen Matra und Talbot (ehemals Simca) – und wurde in den Modelljahren 1981 bis 1984 produziert. Der Bagheera war bekanntermaßen rostanfällig, Enthusiasten beklagten zudem das fehlende Fünfganggetriebe und die schwache Motorleistung – Schwachpunkte, die Matra mit dem Murena beheben wollte. Vom Bagheera übernommen wurde dagegen das Konzept mit drei Sitzen nebeneinander und einem Mittelmotor mit Hinterradantrieb, was den Murena zu einem der originellsten Sportwagen seiner Zeit machte.

Bei diesem Exemplar handelt es sich um einen Matra (Talbot) Murena 2.2 S Baujahr 1984, von dem in den Monaten Juni und Juli 1983 nur 480 Exemplare entstanden. Als leistungsstärkstes Modell der Baureihe leistete sein 2,2-Liter-Vierzylinder beachtliche 142 PS. Dieser silberfarbene Murena mit Nadelstreifen-Stoffausstattung hat etwas über 139.000 Kilometer zurückgelegt und erfuhr kürzlich eine Generalüberholung. Er hatte in 35 Jahren drei Besitzer, ehe ihn 2019 sein bislang letzter (deutscher) Besitzer erwarb. Als begehrtes Extra verfügt er über ein Schiebedach. Wenn Sie also neben dem McLaren F1 und dem Gordon Murray Automotive T.50 dem Club der Dreisitzer beitreten möchten, ist dies mit Abstand der günstigste Einstieg!

 

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Der Dinotto

In den 1970er-Jahren lief es für Ferrari in den USA nicht gerade rosig. Die Ölkrise und die damit einhergehenden Emissionsvorschriften führten dazu, dass Amerikaner ab 1975 nur noch den keilförmigen 308 Dino GT4 kaufen konnten. Die (anfängliche) Vermarktung als Dino gefiel nicht allen Ferraristi, ihnen fehlte der Status des Cavallino Rampante. Der berühmte amerikanische Ferrari-Importeur Luigi Chinetti musste also handeln, um das Image aufzupolieren. Nachdem er den Commendatore persönlich von seinem Plan einer Rennversion für Le Mans überzeugt hatte, begann das Werk in Maranello mit der Arbeit am ersten und einzigen 308 GT4/LM.

Für den Umbau wurde Chassisnummer 08020 ausgewählt und umgehend einer drastischen Diät unterzogen. Durch den Einsatz von Karosserieteilen aus Aluminium und Fiberglas sowie Plexiglasfenstern wurden gegenüber dem Serien-308 GT4 rund 200 Kilo eingespart. Die Karosserieform wurde radikal verändert und erhielt stark gewölbte Radkästen, einen aggressiven Frontsplitter und einen gigantischen Heckspoiler. Der quer eingebaute V8 wurde mit Teilen des 365 GTB/4 „Daytona“ Competizione aufgerüstet und leistete nun 300 PS bei 8.200 U/min. Nachdem die italienische Presse von privaten Tests in Fiorano erfahren hatte, taufte sie diesen mysteriösen neuen Rennwagen auf den Namen „Dinotto“.

Seinen ersten Einsatz erlebte der Dinotto 1974 unter der Bewerbung des N.A.R.T.-Teams von Lugi Chinetti beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Da er bis dato noch nicht homologiert war, musste er in der Sportwagen-Klasse gegen lupenreine und weitaus stärkere Prototypen von Matra, Ferrari und Mirage antreten. Die Piloten Gagliardi und Lafosse stellten den erst knapp vor dem Rennen fertiggestellten Wagen auf Startplatz 38, nur um schon nach 30 Runden mit Kupplungsschaden aufzugeben. 1975 kehrte Chinetti noch einmal nach Le Mans zurück, mit vier Autos, darunter auch der 308 GT4/LM. Weil der ACO den seriennahen GT erneut in die Prototypenklasse eingeordnet hatte und seine Trainingszeit zu langsam war, um zum Rennen zugelassen zu werden, zog Chinetti wutentbrannt nicht nur den 308, sondern gleich all seine Autos zurück! 

Dieser einzigartige Ferrari, der bisher nur drei Privatbesitzer hatte, sucht nun einen neuen Besitzer, der seine faszinierende Geschichte und seine einzigartige Konfiguration zu schätzen weiß.

 

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Y10? Warum nicht! 

Alle Liebhaber und vor allem Liebhaberinnen seltener italienischer Kleinwagen aufgepasst! Der Autobianchi Y10, zwischen 1985 und 1995 in drei Serien gebaut, löste den ebenfalls beliebten A112 ab und zeichnete sich trotz seiner etwas kantigen Form durch einen beeindruckenden Cw-Wert von 0,31 aus. Charakteristisch für den Frauen-Liebling Y10 war die steil stehende Heckklappe, die unabhängig von der Karosseriefarbe stets mattschwarz lackiert war. Für echte Enthusiasten war zweifellos die Turbo-Variante die erste Wahl – ein perfektes Beispiel dafür ist dieses makellos erhaltene Modell aus dem Jahr 1985.

Unter der Motorhaube des Y10 Turbo steckte ein 1,0-Liter-Vierzylinder, der es dank der Zwangsbeatmung auf 85 PS brachte. Mit einem beherzten Tritt aufs Gaspedal beschleunigte der ab 1989 als Lancia vermarktete Y10 in nur 9,5 Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Dieses bei der C.O.G. Classics GmbH in Düsseldorf stehende Exemplar wurde 1985 in Italien erstausgeliefert und hat mit nur einem Vorbesitzer erst 51.000 km abgespult. Noch vollständig im Erstlack, präsentiert sich das unfallfreie Auto in einem Zustand, der eher an einen Jahreswagen als an ein vier Jahrzehnte altes Fahrzeug erinnert. Erliegen Sie auch dem Charme dieses Italo-City Cars?

 

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