


Das Jahr 2026 markiert für den Ferrari Enzo einen bisherigen Höhepunkt auf dem Auktionsmarkt. Nachdem im Januar ein Exemplar aus der Phil Bachman Collection für 17,9 Millionen Dollar und im März ein weiteres Fahrzeug für gut 15 Millionen Dollar den Besitzer wechselten, gilt Ferraris F1-Abkömmling als das renditeträchtigste Sammlerauto des Jahres.
Diese Summen verdeutlichen zudem eine Verschiebung der Marktverhältnisse, da außergewöhnliche Spezifikationen mittlerweile höher dotiert werden als die klassischen Ausführungen, die in höheren Stückzahlen produziert wurden. So waren die Rekordhalter eben nicht im klassischen Rosso Corsa lackiert. Während der Rekordbrecher mit auffälligem Giallo Modena und zweifarbigen Sitzen in rot-gelb auffiel, war fuhr der zweitteuerste Enzo bei der Amelia Island-Auktion im schlichten Nero D.S. Schwarz auf die Bühne.

Doch die eben genannten Lackierungen waren allesamt reguläre Werksoptionen. RM Sotheby’s bringt am 25. April in Monaco ein deutlich exklusiveres Exemplar unter den Hammer. Von den insgesamt 399 gebauten Enzos verließen nur neun das Werk in Argento Nürburgring – einem Silberton, der ausschließlich auf Sonderwunsch erhältlich war. Lediglich bei fünf Autos wurde dieser technisch kühle Look mit einem roten Interieur kombiniert, und dieser spezielle Wagen, der laut den Prognosen des Auktionshauses für 4,9 bis 5,3 Millionen Euro den Besitzer wechseln soll, ist der einzige, der nach Großbritannien ausgeliefert wurde.
In Anbetracht des aktuellen Enzo-Hypes und der seltenen Konfiguration könnte der Verkaufspreis letztlich deutlich höher als das Estimate liegen. Dass dieses Exemplar jedoch in achtstellige Regionen vorstößt, wird vermutlich durch sein bisheriges „aktives Leben“ verhindert. Während die Rekordbrecher aus den USA kaum bewegt wurden, stehen bei diesem italienischen „Silberpfeil“ 19.079 Kilometer auf dem Tacho. Er wurde von seinen Vorbesitzern offensichtlich genauso genossen, wie es die Schöpfer aus Maranello einst beabsichtigt hatten.



Der Wagen mit der Chassisnummer 37754 wurde im Juni 2004 durch den Maranello Concessionaires Ltd in Egham an seinen Erstbesitzer ausgeliefert. Während die meisten seiner Artgenossen im vorhersehbaren Rot bestellt wurden, entschied sich der Käufer für eine Kombination, welche die technische, fast schon industriell anmutende Linienführung des Wagens unterstreicht und den Ferrari ungewohnt kühl wirken lässt.
Die Historie dieser silbernen Ikone ist lückenlos dokumentiert; unter anderem zierte der Wagen 2009 das Cover der Auto Italia. Nachdem er sein Leben zwischen Großbritannien und kontinentaleuropäischen Sammlungen verbrachte, erhielt der Wagen 2019 das prestigeträchtige „Red Book“ von Ferrari Classiche. Damit wird bestätigt, dass er immer über den Originalmotor und das originale Getriebe verfügt. Im vergangenen Januar erhielt er bei Lecoq Paris einen großen Service. Dieser Enzo ist eine seltene Alternative für Kenner, die den futuristischen, technologischen Look der Y2K-Ära dem klassischen Ferrari-Rot vorziehen.














































