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Dieser Targa-Florio-Veteran denkt noch lange nicht an den Ruhestand

Der Porsche 910 entstand mit dem Ziel, die Limits des Carrera 6 zu überwinden und den Abstand zur hubraumstärkeren Konkurrenz von Ferrari und Ford zu verkürzen. Dieses Exemplar von Grand Prix Classics startete 1967 auf Sizilien und ist heute gern gesehener Stargast bei historischen Rennmeetings!

Unter der Leitung von Ferdinand Piëch verfolgte Porsches Entwicklungsteam das klar definierte Ziel, den bereits beeindruckenden 906 Carrera 6 weiter zu verbessern. Das ab 1966 zunächst bei Berg- und ab 1967 vom Werk bei Langstreckenrennen eingesetzte Coupé hob Porsches-Prototypen-Erfolgsformel auf das nächsthöhere Level. Trotz seiner kurzen Produktionszeit erzielte der 910 bemerkenswerte Erfolge und konkurrierte am Berg wie auf der Rundstrecke mit einigen der besten Prototypen und Sportwagen jener Zeit. Auch dieses Exemplar, das bei unseren Freunden von Grand Prix Classics zum Verkauf steht, trug zur beeindruckenden Zahl an Podiumsplätzen bei. 

Die Fiberglas-Karosserie des Mittelmotor-Coupés wurde wie schon beim Carrera 6 über einen Gitterohrrahmen gespannt. Gefahren werden konnte ein 910 wahlweise mit und – wie bei diesem Modell – ohne aufgesetztes Dach. Eine wichtige Neuerung des 910 waren 13-Zoll-Felgen im Magnesium-Druckguss mit Zentralverschluss anstelle der 15-Zoll-Stahlfelgen des 906. Sie sparten nicht nur Zeit beim Reifenwechsel an der Box, sondern erlaubten die Verwendung von Reifen mit niedrigerem Querschnitt, verbesserten das Handling und reduzierten das Gewicht der ungefederten Massen. Diese Agilität, kombiniert mit der auf minimalen Luftwiderstand getrimmten Karosserie, verbesserte die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und verschaffte dem mit Sechs- und Achtzylindermotoren bestückten 910 einen Vorsprung gegenüber nahezu allen anderen Autos im Starterfeld. 

Ein Blick in historische Daten und Porsches eigene Werksunterlagen zeigt, dass dieser 910 mit Chassisnummer #025 und 2,2-Liter-Achtzylindermotor bei der Targa Florio von 1967 startete. Gesteuert von Gerhard Mitter und Colin Davis, fiel er jedoch schon in der ersten Runde des zermürbenden Rennens aus. Als Zeichen der Porsche-Dominanz gewann dafür ein weiterer Werks-910/8 mit Stommelen/Hawkins vor zwei 910/6. Nur zwei Monate nach der Targa Florio stand 910-025 dann am Start zum 500-Kilometer-Rennen von Mugello, wo ihn dann Schütz/Mitter vor dem 910/8 von Neerpasch/ Stommelen zum Gesamtsieg steuerten. 

Das Porsche-Werk verkaufte 910-025 dann an das Ben Hur Racing-Team von Helmut Klocke. In der Folge sammelte der nun von einem Sechszylinder angetriebene private 910 fleißig Rennmeilen in Zeltweg, Zolder, Zandvoort, Hockenheim und auf dem berüchtigten Nürburgring. Er blieb bis in die frühen 1990er-Jahre in Deutschland, ehe er in die USA gelangte und dort erstmals 1998 bei den Monterey Historics wieder in Erscheinung trat. Seitdem ist auch wieder in die Eifel gekommen, aber auch schon bei den Spa 6 hours und bei Le Mans Classic angetreten – und mehrmals in Laguna Seca bei den Monterey Historics.  

Der 910 war ein wahres Meisterwerk der Übergangszeit. Er schlug eine Brücke zwischen Porsches frühen Rennsportaktivitäten und den nach ihm in kurzen Abständen folgenden Modellen 907 und 908. Er demonstrierte das Streben der Stuttgarter nach Innovation, Leichtbau und Präzisionstechnik – Werte, die Porsche bis heute prägen. Nun haben Sie die seltene Gelegenheit, einen 910 mit bemerkenswerter Rennhistorie zu erwerben – ein Targa-Veteran, der längst noch nicht in Pension gehen will!

 

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Dieser Artikel ist Teil einer bezahlten Partnerschaft mit Grand Prix Classics.

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