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Das dürften die 5 Highlights des Goodwood Revivals 2025 werden

Jeden September wird West Sussex zum Tor in eine goldene Ära des Motorsports. Wo sich Tweedjacken und Cocktailkleider mit dem Grollen von Cobras, E-Types und 250 GTs mischen. Das diesjährige Revival verspricht das bislang größte zu werden – auch dank diesen fünf besonderen Programmpunkten...

Die Romantik des alljährlichen Revival-Meetings in Goodwood liegt in der Liebe zum Detail. Aus dem Fahrerlager schallt das Klirren von Schraubenschlüsseln und das Gemurmel wiedervereinter alter Freunde, während die Luft erfüllt ist vom Geräusch sich räuspernder Vergaser. Die Zuschauer sind keine passiven Beobachter, sondern Darsteller eines ultimativen zeitgetreuen Films, gekleidet, als wären sie einer körnigen Pathé-Wochenschau entstiegen. 

Paare tanzen Walzer zu Big-Band-Klängen, Kinder schnappen nach Luft, während Spitfires über den Himmel kreisen, und Mechaniker beschmieren ihre Overalls mit denselben Ölflecken wie einst ihre Väter. Und doch gibt es inmitten der Nostalgie eine erfrischend aktuelle Komponente. Denn Rennen in Goodwood sind keine höfliche Prozession, sondern ein raues Treiben, bei dem die Fahrer in teils unbezahlbaren Wagen Tür an Tür um Positionen kämpfen. 

Und wohin man auch schaut, selbst nach fast 30 Jahren hat das Revival für jeden Liebhaber von alten Autos und klassischer Mode etwas ganz Besonderes zu bieten. Egal, ob Sie Auto- oder Fashion-Fan sind, hier finden Sie garantiert Ihre Nische. Wir haben fünf Programmpunkte ausgewählt, auf die Sie bei der diesjährigen Veranstaltung achten sollten, damit 2025 Ihr bisher bestes Revival wird!

75 Jahre Volkswagen Bulli Typ 2 (T1)

Nur wenige Fahrzeuge verkörpern Freiheit und Optimismus so sehr wie der im März 1950 eingeführte Volkswagen-Transporter Typ 2. Mit seiner geteilten Frontscheibe, den V-förmig zulaufenden Sicken und dem großen VW-Emblem wurde der in England liebevoll als „Splittie“ und in Deutschland als „Bulli“ bekannte Transporter zu mehr als nur einem praktischen Arbeitstier. Er war ein Symbol der Gegenkultur, des Fernwehs und eines neuen, mobilen Lebensstils. Von Surfbrettern, die entlang der kalifornischen Küste auf seinem Dach festgeschnallt waren über Hippies in Woodstock bis hin zu provisorischen Betten, die auf paneuropäischen Roadtrips in ihm untergebracht wurden – der VW-Bus machte Transport zum Lebensstil und gilt als legitimer Begründer der Idee vom Camping-Bus. Daher gebührt ihm dieses Jahr die Rolle des Stars der täglichen Eröffnungszeremonie des Revivals. Rechnen Sie mit einem Aufgebot von vielen Dutzenden und variantenreichen Modellen – einige mit originalen Speedshop-Grafiken und Patina, andere mit Candy-Lackierungen und maßgefertigten Chromfelgen. Aber stehen Sie früh auf: Denn an jedem der drei Tage (Freitag bis Sonntag) startet die große „Splittie“-Parade schon um 9 Uhr!

Auf Tuchfühlung mit Rennsport- und Modeprominenz

Wenn es etwas gibt, das Goodwood besser kann als fast jedes andere historische Rennsport-Event auf diesem Planeten, dann ist es die Verpflichtung so vieler renommierter Fahrer, die mit Wonne ihre Runden auf der legendären Rennstrecke drehen. Le-Mans-Legenden und Goodwood-Stammgäste wie Tom Kristensen und Emanuele Pirro werden sich gegen einige der größten Namen der Tourenwagen-Szene messen müssen, allen voran Jake Hill, Andrew Jordan und Tom Ingram. Wir empfehlen, sich für die St. Mary’s Trophy einen Platz an der Strecke zu sichern und zuzuschauen, wie sich liebenswerte Klassiker wie Austin Mini Cooper S, Lotus Cortina und sogar ein oder zwei BMW 1800 um den Sieg balgen. Abgesehen von der Action auf der Strecke gibt es für Fans immer eine Chance, den einen oder anderen prominenten Fahrer zwischen den Vintage-Ständen und im Fahrerlager zu entdecken. Oder auch Dita Von Teese, die „Ultimate Queen of Vintage Fashion“, die in diesem Jahr erneut beim Revival auftritt. 

Die Atmosphäre aufsaugen

Man könnte zwar problemlos alle drei Veranstaltungstage damit verbringen, Ikonen der Straße und der Rennstrecke zu bewundern. Doch das Revival ist stolz darauf und berühmt dafür, eine Atmosphäre zu schaffen, die selbst ohne Autos einzigartig wäre. Der Dresscode ermutigt Besucher, ein Outfit aus den 1920er-Jahren bis 1966 zu tragen – das Jahr, in dem das vorerst letzte Rennen auf der Rennstrecke ausgetragen wurde. Diese über Jahrzehnte reichende Zeitspanne deckt alle modischen Aspekte ab, von zeitgenössischen Uniformen der Royal Air Force bis zu Brigitte-Bardot-Doppelgängern.

Mit der Hot-Rod-Community abhängen

Einer unserer schönsten Momente beim Goodwood Revival 2024 war das Eintauchen in die vielen Subkulturen, die das Event hervorbringt. Beim Schlendern über das Gelände wurde der im Stil der 50er-Jahre gehaltene Americana-Bereich schnell zu unserem Lieblingsort. Voller atemberaubender Dragster und Cadillacs mit Candy-Flake-Finish wirkte die Atmosphäre dort besonders authentisch. Paare tanzten die ganze Nacht zu Live-Rock-’n’-Roll-Bands und der Duft frischer Hamburger auf dem Grill hing in der Luft.

Sobald die berühmte Sonne von Goodwood untergeht, erwacht dieser Bereich auch diesmal wieder zum Leben. Autokinos zeigen Wiederholungen von „Grease“ und „Zurück in die Zukunft“ und sorgen für die richtige Stimmung. Wenn Sie schon immer einmal eine Zeitreise machen wollten, kommen Sie dieser auch ohne einen DeLorean so nahe wie möglich!

Romanticise about the Alfa Romeos 

Auch beim diesjährigen Revival werden viele Meilensteine gefeiert, darunter wie bereits erwähnt 75 Jahre Volkswagen Typ 2, aber auch das 100-jährige Jubiläum des Rolls-Royce Phantom und die Feier zum 50. Jahrestag des Gewinns der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1975 von Alfa Romeo. Errungen mit dem Modell 33 TT 12 und unter der Regie des deutschen Willi Kauhsen Racing Teams. Das Revival wird zugleich mit entsprechenden Rennwagen an legendäre Alfa-Piloten aus früheren Jahrzehnten erinnern. Darunter der vierfache Grand-Prix-Sieger Antonio Ascari (Vater von Alberto), der fünffache Weltmeister Juan Manuel Fangio, der fünffache Grand-Prix-Sieger und erste Fahrer-Weltmeister (1950 auf der Alfetta) Giuseppe Farina und Alfa Romeos berühmtester Vorkriegsfahrer, Tazio Nuvolari. 

An diesem Wochenende gibt es in Goodwood also wieder viel zu erleben, und einige der legendärsten Modelle der Mailänder Marke – von den P2 und P3 der Vorkriegszeit bis zum 33 TT12 – auf der Rennstrecke zu erleben, wird sicherlich zu den unvergesslichen Momenten zählen!

Fotos von Elliot Newton und Goodwood Press Office

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