


Als Gordon Murray Automotive während der Monterey Car Week den Schleier vom S1 LM lüfteten, wurde uns erzählt, dass nur fünf Exemplare des straßentauglichen Boliden gebaut würden und bereits alle verkauft seien. Doch nun stellt sich heraus, dass doch noch ein Exemplar zu haben ist, das nun im Rahmen des Las Vegas Grand Prix der Formel 1 von RM Sotheby‘s meistbietend versteigert wird. Wie zu erwarten sind die Schätzwerte astronomisch und sagen einen Preis von jenseits der 20-Millionen-Dollar-Marke voraus. Wobei der S1 LM in puncto „value“ auf einer Stufe mit dem originalen McLaren F1 GTR wäre.

Zur Erinnerung: Der S1 LM ist eine auf die Rennstrecke ausgerichtete Hardcore-Variante des GMA T.50. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass der S1 LM das erste Modell ist, das von der Abteilung „Gordon Murray Special Vehicles“ entwickelt wurde. Es verzichtet auf den Heckventilator, der beim T.50 die Luft vom Unterboden absaugt und sie nach hinten ausbläst, um zusätzlichen Anpressdruck zu erzeugen. Ohne den „Staubsauger“ sinkt das Trockengewicht von 997 auf 957 Kilogramm. Kombiniert man dieses Federgewicht mit dem speziell entwickelten 4,3-Liter-V12-Saugmotor von Cosworth mit 730 PS, ergibt sich das schlichtweg unglaubliche Leistungsgewicht von 1,3 kg/PS.

Obwohl der S1 LM den F1 GTR sowohl in puncto Seltenheit als auch schierer Leistung übertrifft, argumentieren manche, dass ihm die historische Bedeutung des ersten von Gordon Murray auch für Rennstreckeneinsätze konzipierten Hypercars und der Ruhm eines Le-Mans-Siegers fehlen. Doch unabhängig davon, wie man zu diesem ultra-exklusiven und wunderschönen Supercar steht, wird es spannend sein, den endgültigen Verkaufspreis zu sehen, wenn der Hammer am 21. November fällt.





























