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Die 15 ikonischsten Ferrari-Cockpits im Ranking

Jeder hat seine Favoriten unter den Ferrari-Designs und -Motoren. Während Jony Ive und Marc Newson die Cockpit-Designsprache der Marke für den Ferrari Luce neu interpretieren, richten wir unseren Blick nach innen und studieren die markantesten und legendärsten Ferrari aus der Fahrer-Perspektive.

15 — Ferrari Purosangue 

Der erste Crossover und Viertürer der Marke erfuhr zunächst die kollektive Ablehnung der Puristen. Dabei verströmt der Purosangue („Vollblut“) im Interieur durch und durch reinrassiges Ferrari-Feeling. Gleiten Sie in das mit skulpturalem Leder ausgekleidete Cockpit mit seinen vier Schalensitzen, den harmonisch integrierten Info-Screens und der dezenten Ambiente-Beleuchtung. Und entdecken Sie als Sahnehäubchen das klassische Ferrari-Volant mit Manettino-Schalter, das darin erinnert, dass dies noch immer ein Sportwagen ist. Jedes Detail, vom in einen Fahrer- und Beifahrer-Bereich geteilten Instrumententräger bis zu den schlanken Lüftungsdüsen verwandelt familiengerechte Praxistauglichkeit in puristisches Ferrari-Theater.

14 — Ferrari Testarossa

Zusammen mit dem Lamborghini Countach war der Ferrari Testarossa DIE Sportwagen-Ikone der 1980er-Jahre. Pininfarinas Wide-body-Design mit den seitlichen Lüftungsplanken und der heulende Zwölfzylinder erzeugten nicht nur in Gestalt von Don Johnsons weißem Dienstwagen in der 80er-Kultserie „Miami Vice“ filmischen Glamour. Innen sorgen eine wohldurchdachte Einfachheit, sauber konturierte schwarze Lederoberflächen, rot-auf-schwarze Instrumenten-Skalen und nur wenige Bedienelemente für ein Minimum an Ablenkung für den so ganz aufs Fahren fokussierten Fahrer. Das minimalistische Dreispeichen-Lenkrad verstärkt diese schnörkellose Philosophie zusätzlich.

13 — Ferrari Enzo

Der Ferrari Enzo genoss in den 2000er-Jahren als technologisches Aushängeschild von Ferrari und Pionier der neuen Hypercar-Klasse einen herausragenden Status. Sein Carbonfaser-Chassis und der 660 PS starke V12 verbanden Formel-1-Komponenten mit straßenzugelassener Innovationskraft. Der Innenraum besticht durch eine vom Rennsport inspirierte Schlichtheit. Mit schwarzem Alcantara, Sichtcarbon-Akzenten und einem streng funktionalen Cockpit mit zwei Rundinstrumenten und einem digitalen Display, das ausschließlich Leistungsdaten anzeigt. Das schlanke Dreispeichenlenkrad und die an Kampfjets erinnernden Bedienelemente unterstreichen diesen puristischen Anspruch und lassen jede Fahrt wie eine Qualifying-Runde für ein Formel-1-Rennen wirken.

12 — Ferrari 360 Challenge Stradale

Der Ferrari 360 Challenge Stradale war Vorreiter von Ferraris moderner Philosophie gewichtsoptimierter V8-Sonderserien und gilt dank seiner kompromisslosen Betonung auf rennstreckentauglichen Minimalismus als direkter Vorfahre späterer Ikonen à la 430 Scuderia und 458 Speciale. Sein Interieur verzichtet auf alles Überflüssige: Sichtbares Carbonfaser-Monocoque, mit Alcantara oder Leder bezogene Sitze und Akzente aus blankem Aluminium helfen beim Anspruch, das Gewicht auf unter 1.300 kg zu drücken. Ein reduziertes Armaturenbrett mit allein den essenziellen (und analogen) Instrumenten sowie funktionale Bedienelementen erzeugen jenen Purismus, den auch das übrige Auto auszeichnet.

11 — Ferrari 246 Dino

Das V6-Coupé war das erschwingliche Einstiegsmodell aus Maranello, wurde aber nicht als Ferrari, sondern unter der nach dem früh verstorbenen Sohn Enzo Ferraris benannten Submarke Dino verkauft. Sein Interieur verrät mit seinem elegant geschwungenen Armaturenbrett jedoch von keinerlei Konzessionen. Wovon auch die große Uhrensammlung mit ihren formschönen Analoganzeigen von Veglia Borletti zeugt. Diese liebevollen Details in bester Grand-Touring-Manier erheben den einst erschwinglichen Dino zu einem Modell mit zeitloser Ferrari-Raffinesse.

10 — Ferrari 355

Die 1990er-Jahre markierten den Übergang vom analogen zum digitalen Sportwagendesign, wobei der kompakte Ferrari F355 für einmal noch der eher traditionellen Richtung folgte. Sein Interieur vereint ergonomische Intimität mit einem markanten zweifarbigen Armaturenbrett und einer für mechanische Unverfälschtheit stehenden offenen Schaltkulisse. Aluminiumakzente und straff gespannte Lederoberflächen verstärken die Fokussierung des Cockpits – und mit dem langen und von einem Knauf aus Aluminium gekrönten Schalthebel wird jeder Gangwechsel zu einem haptischen Erlebnis.

9 — Ferrari 365 GTB/4 Daytona

Der Daytona ist Ferraris ikonischster Frontmotor-GT und definierte als Paket aus einem Colombo-V12 und zeitlosem Pininfarina-Design die Supersportwagen-Eleganz der 70er-Jahre. Das Interieur bot opulente Einfachheit im Kontrast zu üppigen und originell perforierten Ledersitzen, einem Momo-Dreispeichen-Lenkrad und stilvollen Veglia-Instrumenten.

8 — Ferrari F50

Der auf nur 349 Exemplare limitierte Ferrari F50 trat in die mächtigen Fußstapfen des F40 und führte als spiritueller Nachfolger dessen Ansatz einer geradezu spartanischen, weil rennstreckenorientierten Ingenieurskunst fort. Das Interieur folgt dieser Philosophie mit aller Konsequenz. Die sichtbare Carbonfaser-Monocoque-Konstruktion, eine dünnschichtige Alcantara-/Lederpolsterung und ein Cockpit, das dem ohrenbetäubenden Klang des V12 Vorrang vor Komfort einräumt, legen ebenso wie die Gurtverankerungen und die reduzierten Aluminiumpedale Zeugnis davon ab.

7 — Ferrari 250 GT Lusso

Der Ferrari 250 Lusso (italienisch für Luxus) verkörpert als gelungene Symbiose aus Grand-Touring-Komfort und dezenter Sportlichkeit das idealtypische Ferrari-Cockpit der 1960er-Jahre. Tacho und Drehzahlmesser von Veglia sind prominent mittig positioniert, alle Zusatzinstrumente links und damit im direkten Blickfeld des Fahrers. Polierte Metallapplikationen und handgenähte Türverkleidungen versprühen die mühelose Eleganz der Scuderia. Das große Nardi-Holzlenkrad mit poliertem Kranz und Daumenmulden verleiht dem eleganten Innenraum zusätzliche Struktur; ein kompakter Schalthebel, eine Kippschaltern-Klaviatur und eine funktionale Pedal-Box runden das Bild ab.

6 — Ferrari 288 GTO

Der erste moderne Supersportwagen des Cavallino Rampante begründete Ferraris legendäre „Big Five“-Serie (GTO, F40, F50, Enzo, LaFerrari) und erlebt derzeit einen extremen Hype auf dem Sammlermarkt. Preise für das in nur 272 Exemplaren auf Kiel gelegte Coupé erreichen über neun Millionen Dollar. Das Interieur gemahnt in vielen Details an die Brutalität der Gruppe B, für die der GTO (als Rallyewagen) ursprünglich entwickelt werden sollte. Mit zentral angeordneten Analoginstrumenten und Kippschaltern sowie einem funktionalen Cockpit aus Leder und Stoff, das der rohen Kraftentfaltung des Turbo-V8-Motors Priorität vor Luxus einräumt.

5 — Ferrari 250 GT SWB Berlinetta Competizione

Der 250 GT SWB gilt als einer der begehrtesten Renn-GT der 1960er-Jahre. Mit kurzem Radstand („Short Wheel-Base“) und einem Colombo-V12-Motor trat er die Nachfolge des 250 GT LWB TdF an und dominierte große internationale Events wie die Tour de France oder die in Goodwood abgehaltene Tourist Trophy. Grünes Leder für die Sitze und den Mitteltunnel gehörte zwar nicht zur Serienausstattung des eher karg ausstaffierten GT mit Aluminiumkarosserie, ist aber bis heute für anspruchsvolle Kunden eine beliebte Option. Denn so entsteht ein markant veredeltes Interieur, das einen reizvollen Kontrast zu den Veglia-Instrumenten und dem reduzierten Armaturenbrett erzeugt.

4 — Ferrari 365P Berlinetta Speciale

Ein revolutionäres Konzeptfahrzeug aus 1966, das Jahrzehnte vor dem McLaren F1 eine zentrale Sitzposition einführte und im Auftrag des legendären Fiat-Patriarchen Gianni Agnelli entstand. Sein Interieur verbindet futuristische Experimentierfreude mit zeitgenössischem Luxus: Der mittig platzierte und konturierte Pilotensitz wird von zwei leicht zurückversetzten Passagierplätzen flankiert, während die Veglia-Instrumente und eine offene Schaltkulisse den "Tre Posti" zu einem kühnen Statement zukunftsweisender Ferrari-Visionen stempeln.

3 — Ferrari 250 GT California Spyder

Der California Spyder genießt auf Auktionen die Rolle des begehrtesten offenen Klassikers. Berühmt wurde er durch Alain Delon, der ein schwarzes Exemplar mit kurzem Radstand besaß und über Fotos, die ihn am Steuer zusammen mit einer blonden Schönheit auf dem Beifahrersitz zeigten, den Ferrari in der Fantasie der Kunden in die Glamourwelt der französischen Riviera versetzte. Sein Interieur atmet den Luxus der Grand Touring-Ära der späten 1950er-Jahre – mit geschmeidigen Ledersitzen und einem klassischen Dreispeichenlenkrad. Das Veglia-Instrumentencluster, eingebettet in ein in Wagenfarbe lackiertes Armaturenbrett, und ein kompakter Schalthebel mit Kulissenführung vervollständigen das lichtdurchflutete Cockpit und machen jede Fahrt entlang der Küste zu einem filmreifen Erlebnis.

2 — Ferrari F40

Der F40 gilt als Inbegriff eines Ferraris, erschien zum 40-jährigen Jubiläum von Ferrari und war das letzte Modell, das von Enzo Ferrari persönlich in Auftrag gegeben und abgenommen wurde. Er betört durch seine brutale, vom Gruppe-C-Rennsport abgeleitete Performance und war auf 1.311 Exemplare limitiert. Das Interieur spiegelt die schonungslose Rennsport-Ästhetik wider – mit der freiliegenden Carbon-Kevlar-Monocoque-Konstruktion, schlichten Türverkleidungen mit einfachen Zugschnüren und leuchtend roten Stoffschalensitzen, die den einzigen Farbtupfer im ansonsten grauen Ambiente setzen. Minimale Lexan-Scheiben bemühen sich gar nicht erst, das Heulen des Biturbo-V8 zu dämpfen, während das funktionale Dreispeichenlenkrad und die schlichten Kippschalter dieses spartanische Manifest noch toppen.

1 — Ferrari 250 GTO

Der erste GTO dominiert als Enzo Ferraris ultimatives Meisterwerk für den GT-Rennsport nahezu alle heutigen Auktionen. Denn nur 36 Homologationsmodelle dieses heiligen Grals aller Ferraristi wurden für den Motorsport-Einsatz gebaut. Sein Interieur verkörpert denn auch ein maßgeschneidertes Rennsport-Layout: Mit blauem Stoff überzogene, leichte Schalensitze und ein komplett mattschwarzer Armaturenträger, der Blendeffekte verhindert, machen den Anfang. Das ikonische Dreispeichen-Lenkrad von Momo mit Holzkranz krönt den Arbeitsplatz des Piloten und rahmt den großen zentralen Veglia-Drehzahlmesser ein. Während der hoch aufragende und leicht zum Fahrer gekröpfte Schaltknüppel aus Edelstahl dieselbe rhythmische, mechanische Präzision wie für ein 24-Stunden-Rennen in Le Mans einfordert.

Aus dem Englischen übersetzt von Thomas Imhof

 

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