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James Chase – das stilvollste Duo der Sammlerautowelt

Auf der Retromobile 2026 debütierten Tom Hale und Max Cohen ihr neues Unternehmen James Chase, das sich auf die Kuration exklusiver Autosammlungen spezialisiert hat. Indem sie zeitgenössischen Stil mit ungewöhnlichen Ausstattungen verbinden, machen sie Car Consulting zur ganzheitlichen Kunstform.

Zwischen bekannten Namen der klassischen Automobilwelt wie Kidston und Fiskens erwartete die Besucher der diesjährigen Retromobile in Paris in der Haupthalle eine angenehme Überraschung. Ein Stand, der ohne Frage ein Anwärter auf den Titel „Best of Show“ war, zumindest wenn es um geschmackvoll kuratierte Auftritte ging. Auf dessen Rückwand war der Name James Chase in einer stilvollen, vom Lotus Esprit inspirierten Siebzigerjahre-Typografie zu lesen. Selbst Stammgäste der Messe, die fast jede Firma und jeden Aussteller kennen, hatten ihn noch nie gehört.

Das war kaum verwunderlich. Thomas James Hale und Max Chase Cohen nutzten den ersten Eintrag im europäischen Event-Kalender für das Debüt ihres neuen Unternehmens James Chase Collection Design. Mit Stützpunkten in New York und Paris befinden sie sich am Puls beider Sammlermärkte und sind auf den angesagtesten Veranstaltungen dies- und jenseits des Atlantiks präsent. Das Projekt mag neu sein, doch beide Eigentümer sind bekannte Gesichter in der Szene.

Sie verfügen über jahrelange Erfahrung und ein exzellentes Netzwerk in der Industrie und Sammlerszene. Tom sammelte seine ersten Erfahrungen, als er mit ikonischen Marken wie Ferrari, Maserati und McLaren arbeitete. Später spezialisierte er sich auf die exklusive Beratung für seltene und historisch bedeutsame Automobile. Dieser Berufung folgt er den Großteil seiner bisherigen Karriere. Sein Partner Max arbeitete mit führenden Auktionshäusern und Händlern im High-End-Bereich zusammen. Er besitzt ein ebenso gutes Gespür für das Besondere und Außergewöhnliche wie sein Geschäftspartner.

 

Dieser gemeinsame Charakterzug zeigt sich auch in der Wahl ihres Dienstwagens für die europäischen Gefilde. Es handelt sich um einen rechtsgelenkten Maserati Quattroporte der fünften Generation in Giallo mit blauem Lederinterieur. Die Legende besagt, dass die Arbeiter im Maserati-Werk nach der Fertigstellung des Autos im Jahre 2004 herausgingen, um zu sehen, welcher Freigeist diese exzentrische Kombination bestellt hatte und den Wagen vor Ort abholen würde.

Diese einzigartige italienische Luxuslimousine mit britischer Vorgeschichte steht symbolisch für die größte Stärke des Duos: Sie machen das Unmögliche möglich. Das gilt sowohl für die begehrtesten Modelle im Klassiker-Olymp als auch für historische Concept Cars oder spektakuläre Einzelstücke. Auch seltene Spezifikationen moderner Supercars können sie für ihre Kunden ausfindig machen. Mit dem Finden des Autos ist ihre Recherche noch lange nicht beendet. Sie graben tief in Archiven, wälzen seltene Bücher und studieren Familienaufzeichnungen, um die gesamte Historie des begehrten Objekts ans Licht zu bringen.

„Wir gehen wirklich raus und treffen alle Personen, die mit der Vorgeschichte des Wagens verbunden sind. Bei Bedarf besuchen wir die damaligen Werkshallen. Wir verlassen uns nicht nur auf Magazine und empfehlen ein Auto, nur weil es gerade bei Bring a Trailer im Trend liegt“, unterstreicht Tom. 

Über die Beschaffung und Dokumentation hinaus agieren Tom und Max als strategische Verwalter für komplexe Fahrzeugportfolios. James Chase ist ein kompetenter Ansprechpartner für Family Offices und Vermögensverwalter. Sie stellen sicher, dass Autos mit der gleichen Professionalität wie andere Anlageklassen behandelt werden. Im schwer vorhersehbaren und sich schnell ändernden Markt des Jahres 2026 bieten sie die nötige Perspektive zur Absicherung bestehender Sammlungen. Dabei begleiten sie von Generationswechseln bis zur Planung von Nachlassverkäufen alle Vorgänge. Sie haben eine auf Kontinuität ausgerichtete Partnerschaft im Sinn und schützen die Interessen der Kunden, indem sie ihre unkonventionelle Denkweise einbringen.

Für private Sammler ist das Erlebnis ebenso maßgeschneidert. James Chase agiert als vertrauensvoller Partner, der sich im innersten Zirkel der Autowelt zu Hause fühlt. Ihr Service geht dabei weit über die typische Transaktion hinaus. Sie finden nicht nur die seltensten Sammlerstücke, sondern helfen Enthusiasten beim Verfeinern und Umgestalten ihrer Sammlungen. Das Ziel dabei ist, dass diese zum Lebensstil und den langfristigen Zielen der jeweiligen Auftraggeber passen.

James Chase sieht das Auto aber nicht nur als Investment. Sie vermitteln Enthusiasten mit Leidenschaft einen herausragenden Klassiker als Krönung der Sammlung. „Im Herzen sind wir Autoliebhaber und wollen mit Ihnen als Enthusiasten zusammenarbeiten. Wir leben und atmen das Thema. Wir reisen tatsächlich bis ans Ende der Welt, um Ihr Traumauto zu inspizieren“, sagt Tom. Jeder Besucher ihres Retromobile-Standes kann bestätigen, dass das Duo mit jedem interessierten Gast freundliche Gespräche führte und dabei die Geschichten hinter den ausgestellten Kostbarkeiten zum Besten gab.

Die Auswahl der Autos für ihr Debüt in Paris verdeutlicht ihre Expertise. Direkt gegenüber einem Mercedes 680 S aus den späten Zwanzigern stand ein Porsche 911 GT2 der Generation 996. Vor wenigen Jahren wurde er noch als hässliches Entlein der Elfer-Reihe abgetan. Heute entwickelt sich der 911 der frühen 2000er langsam, aber sicher zum Favoriten einer neuen Sammlergeneration.

Dass dieser GT2 so viel Aufmerksamkeit erregt hat, lag vor allem an der exotischen Farbe Jungle Green in Kombination mit dem hellbraunen Interieur. Auch der stattliche Vorkriegs-Mercedes war in einem grün-braunen Farbschema gehalten. Das schaffte eine optische Brücke über den Stand hinweg, die zwei entgegengesetzte Enden der Klassikerwelt verband. Diese hochkarätige Auswahl unterstreicht die Philosophie von James Chase. Während sich andere vor allem auf die massentauglichsten Farbgebungen fokussieren, haben Tom und Max außergewöhnliche Spezifikationen zu ihrer Spezialität gemacht. Eine anspruchsvolle Konfiguration ist für sie das ultimative Unterscheidungsmerkmal in der Welt der hochwertigen Sammlerfahrzeuge.

Doch nicht nur die Autos machten den Stand zu etwas Besonderem. Während andere Aussteller oft so viele Wagen wie möglich auf ihre Flächen quetschten, fühlte sich der Bereich der beiden Amerikaner angenehm luftig an. Der dicke Teppich und ein Klavier, das im Hintergrund entspannten Jazz spielte, unterstrichen die Eleganz. „Man sieht unsere hohen Standards und unseren exquisiten Geschmack an dem, was für uns normal ist“, sagt Tom. Die Inspiration für den Stand kam von einer der renommiertesten Adressen Manhattans: dem Halston House, in dem unter anderem auch Andy Warhol in den Siebzigern regelmäßig feierte. Max und Tom stimmten ihre Outfits geschmackvoll auf diesen Vibe ab.

Genau wie im letzten Jahr, als sie mit einem fast hundert Jahre alten Amilcar am Pebble Beach Concours d’Elegance teilnahmen, stellte das Duo auf der Messe seine herausragende Geschmackssicherheit unter Beweis. Bei James Chase passt einfach alles zusammen: das Auto, das Auftreten, das Outfit und der Soundtrack. In einer Classic-Car-Industrie, die sich oft etwas einförmig anfühlen kann, lässt dieser ganzheitliche Ansatz sie auf die angenehmste Weise herausstechen.

Während ich diesen Artikel schreibe, sind sie gerade in Max’ beige-braunem 1971er Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet auf dem Weg von New York bis hinunter nach Amelia Island. Das Motto des Roadtrips? Der Stil der US-Ostküsten-Bourgeoisie der frühen Neunziger, samt passender Outfits und über die Schultern gelegter Ralph-Lauren-Pullover.

Für das volle Amelia Concours-Erlebnis inklusive Kurzfilmen und ausführlichen Reportagen folgen Sie Classic Driver am besten auf Instagram und YouTube.

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