

Ferrari 365 GT4 BB
Nur wenige Ferrari verkörpern einen so tiefgreifenden Wandel für Maranello wie der 365 GT4 Berlinetta Boxer. Erstmals als Pininfarina-Prototyp auf dem Turiner Salon von 1971 präsentiert, signalisierte Leonardo Fioravantis keilförmiges Design Ferraris Aufbruch in die Welt der Mittelmotor-Straßensportwagen. Unter der eleganten Karosserie verbarg sich ein 4,4-Liter-180°-V12, der mit 360 PS eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in fünf Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von fast 290 km/h ermöglichte – für die frühen 1970er-Jahre atemberaubende Werte. Lediglich 387 Exemplare wurden gebaut, und unter Ferrari-Kennern gilt der originale 365 GT4 BB als der puristischste Vertreter der BB-Baureihe.
Dieses Exemplar besticht durch seine elegante Lackierung in Nocciola Metallizzato und eine schwarze Lederausstattung. Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf wurde es nun aufwendig restauriert, in seine Originalfarben zurückversetzt und von Ferrari Classiche zertifiziert – ein in jeder Hinsicht herausragender früher Berlinetta Boxer.


Ferrari 365 GTB/4
Bei seiner Vorstellung auf dem Pariser Salon von 1968 sorgte der Ferrari 365 GTB/4 sofort für Furore. Der erneut für das Design zuständige Fioravanti entschied sich für eine messerscharfe Silhouette mit langer Motorhaube. Schnell hatte das Auto den Spitznamen „Daytona“ weg – eine Anspielung auf Ferraris legendären Dreifachsieg bei den 24 Stunden von Daytona 1967. Doch er war nicht nur ein Hingucker: Der GTB/4 dominierte zeitweise den GT-Rennsport und errang von 1972 bis 1974 zum Beispiel drei Jahre in Folge Klassensiege in Le Mans.
Dieses spezielle Fahrzeug, Chassisnummer 15109, wurde im März 1972 in der seltenen, aber ausdrucksstarken Farbe Viola Dino Metallizzato mit beiger Lederausstattung ausgeliefert – eines von nur sieben Exemplaren in dieser Kombination. Heute, nach einer sorgfältigen Restaurierung und der Zertifizierung durch Ferrari Classiche, gilt er als Vorzeigeexemplar und Paradebeispiel seiner Spezies.


Ferrari 250 GT Lusso
Der erste von drei 250ern, die Niki Hasler für Paris zusammengestellt hat, ist dieser Ferrari 250 GT/L Lusso. Er zählt zu den elegantesten Gran Turismo, die je das Cavallino Rampante trugen. Mühelose Leistung trifft hier auf puren Luxus. Das von Pininfarina entworfene Design wurde von Scaglietti meisterhaft umgesetzt. Der Lusso war eher für die Eroberung von Kontinenten als für Rennstrecken konzipiert. Mit nur 350 gebauten Exemplaren war Exklusivität garantiert, und dieses Exemplar in Azzurro Metallizzato mit schwarzem Lederinterieur wäre genau das, das wir am liebsten sofort mit nach Hause nehmen würden!


Ferrari 250 GT Boano
Anfang der 1950er-Jahre begann Enzo Ferrari mit dem Bau exklusiver Straßenfahrzeuge in Kleinserie, um so seine stetig wachsenden Rennsportambitionen zu finanzieren. Als 1955 die Entwicklung des 250 GT Coupés begann, überstieg die Nachfrage schnell die Produktionskapazitäten von Pininfarina. Ferrari wandte sich daher an die vom Ex-Pininfarina-Designer Felice Mario Boano geleitete Carrozzeria Boano in Turin. Lediglich 68 von Boano eingekleidete 250 GT Coupé wurden gebaut, die sich dezent von ihren Pininfarina-Pendants unterschieden.
Dieses Exemplar, Baujahr 1956, entstand als leichter Rennwagen mit seltener Aluminiumkarosserie und kam unter Nennung von Luigi Chinetti Motors bei der Bahamas Speed Week 1956 zum Einsatz. Nach Aufenthalten in den USA und später in der Schweiz wurde es sorgfältig gepflegt und in den originalgetreuen Farben der 50er-Jahre frisch lackiert.


Ferrari 250 GTE 2+2
Der Ferrari 250 GT 2+2 hatte im Juni 1960 bei den 24 Stunden von Le Mans als Sicherheitsfahrzeug der Rennleitung seinen ersten Einsatz und feierte noch im selben Jahr auf dem Pariser Autosalon seine offizielle Weltpremiere. Er avancierte zum meistverkauften Ferrari-Modell jener Zeit und markierte einen Wendepunkt in Maranellos Geschäftsentwicklung – vom reinen Nischenhersteller zum ernstzunehmenden Konkurrenten auf dem globalen Luxuswagenmarkt. Sein elegantes Pininfarina-Design vereinte Anmut mit hoher Alltagstauglichkeit und kombinierte einen vorn eingebauten Dreiliter-Colombo-V12 mit einem Viergang-Schaltgetriebe und Overdrive. Dieses exzellente Exemplar präsentiert sich in der einzigartigen Farbkombination Grigio Notte über Nuvola-Leder und in einem absolut fantastischen Zustand.


Bentley Continental T P117
Niki Haslers letztes Angebot auf der Retromobile 2026 bringt mit einem Bentley Continental T, der alle Merkmale eines stilvollen Bentleys der 1990er-Jahre inklusive Karosserie von Mulliner Park Ward aufweist, einen britischen Akzent in die rein italienische Fahrzeugpalette. Hinter der internen Codenummer „P117“ verbirgt sich ein als Continental R direkt ab Werk mit einzigartigen Verbesserungen zum Prototyp des späteren Continental T umgebautes Modell. Das unglaublich seltene Fahrzeug altert mit den Jahren immer besser und wäre ein wunderbarer Langstreckenwagen für die Heimreise von Paris!






















