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Würden Sie diesen Ruf RGT dem originalen Porsche 911 GT3 vorziehen?

In äußerst geringer Stückzahl von Ruf auf Basis von GT3-Technik und mit umfangreicher eigener Ingenieursarbeit gebaut, kommt dieses 2001 Ruf RGT bei der Amelia-Auktion von Broad Arrow Auctions unter den Hammer.

Flüstert man in einen Raum voller Enthusiasten „Porsche 911 der Generation 996“, reicht die Reaktion vom spöttischen Grinsen und Augenrollen bis hin zum abrupten Abbruch mitten im Satz mit einem herausgeplatzten „ach, der hässliche?“. So war es jedenfalls früher, denn heute ist die Geschichte eine ganz andere.

Dieses atemberaubende Exemplar kommt bei der bevorstehenden Amelia-Island-Auktion von Broad Arrow Auctions unter den Hammer und wird mit einer Schätzung von mindestens 250.000 US-Dollar gehandelt. Angesichts jüngster Auktionsergebnisse von Sportwagen aus der Jahrtausendwende gehen wir davon aus, dass dieser Betrag sehr wahrscheinlich noch übertroffen wird. Der von Ruf Automobile entwickelte RGT basiert auf dem aus dem GT3 stammenden Mezger-Sechszylinder-Boxermotor, den Ruf weiter verfeinerte. Maßgeschneiderte Nockenwellen, eine spezielle ECU-Abstimmung sowie überarbeitete Ansaug- und Abgasanlagen entlocken dem frei saugenden 3,6-Liter-Boxer rund 385 PS.

Mit einem manuellen Sechsganggetriebe und einer ganzen Reihe von Fahrwerksverbesserungen, darunter der von Ruf unauffällig in die Karosseriestruktur integrierte Überrollkäfig, begnügt sich der RGT keineswegs damit, nur bei einem Cars-and-Coffee-Treffen gut auszusehen. Er ist ein Fahrerauto im reinsten Sinne: analog, involvierend und extrem limitiert. Ruf baute weltweit lediglich rund 17 Exemplare dieses RGT der ersten Generation, und noch weniger davon gelangten überhaupt auf den US-Markt.

Damit gehört dieses Stuttgart-nahe Juwel zu einem äußerst exklusiven Kreis. Legt man die Produktionszahlen zugrunde, ist es seltener als manche frühen 911-RS-Modelle und ganz sicher rarer als viele zeitgenössische Boutique-Derivate des 911. Es ist die Art von Auto, die 996-Puristen schmunzeln lässt und eingefleischte Porsche-Sammler ihre Haltung „keine 996, danke“ noch einmal überdenken lässt.

Sammler haben dies längst erkannt: Bei Auktionen erreichen Exemplare inzwischen deutlich sechsstellige Beträge. Gar nicht schlecht für ein Auto, das noch vor einem Jahrzehnt von genau jenem Markt übersehen wurde, der heute nach ihm verlangt. Eines ist sicher: Wir werden diesen seltener-als-seltenen Helden der Jahrtausendwende genau im Auge behalten.

 

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