


Fragen Sie uns nach unseren beliebtesten Innenraumkonzepten der 1980er Jahre, und wir zeigen Ihnen die schlichten, aber hochfunktionalen und dezent eleganten Cockpits der unter Claus Luthe entworfenen BMWs – insbesondere der intern als E30, E32 und E34 bezeichneten Modelle. Mit ihren fahrerorientierten Armaturenbrettern und den griffbereiten Bedienelementen im Flugzeugstil führten diese Autos fortschrittliche Ergonomie in das Automobildesign ein. Gleichzeitig vermittelten die klaren horizontalen Linien, die logisch angeordneten Schalter und die großen analogen Instrumente ohne Verzierungen eine Funktionalität, die anderen Marken fehlte. Die ersten Bordcomputersysteme und digitalen Anzeigen für die Check-Control-Steuerung ließen derweil eine vielversprechende, technologisch fortschrittliche Zukunft erahnen.

Doch 1989 stellte BMW ein Auto vor, das alles verändern sollte – den BMW 8er, kurz E31. Exterieurdesigner Klaus Kapitza hatte die haifischartige Silhouette des BMW 6er mit der geometrischen Keilform des BMW M1 zu einem schnittigen und stilvollen Performance-Coupé verschmolzen, das perfekt auf ein deutsches Autobahnnetz zugeschnitten war. Für die Gestaltung des Innenraums des neuen 8ers hatte Chefdesigner Claus Luthe derweil Hans Braun beauftragt.

Der endgültige Innenraum des Achter-BMWs war zugleich eine Fortsetzung der funktionalen und schlichten BMW-Philosophie der 1980er Jahre und zugleich eine deutliche Abkehr der etablierten Designsprache , hin zu einem moderneren und immersiveren Hightech-Cockpit. Die bis dahin extremste Fahrerorientiertung in einem BMW bedeutet, dass man nicht nur am Steuer, sondern wirklich im Auto saß, während Mittelkonsole und Armaturenbrett einen eng umschlossen, fast wie ein Jet-Cockpit. Der „Kokon“-Effekt wurde durch die nach innen gewölbten Kabinenseiten noch verstärkt.



Gleichzeitig setzte BMW bei der Innenraumgestaltung auf ein luxuriöseres Erscheinungsbild und ersetzte schwarze Kunststoff- und graue Textilsitze durch viel Leder und optional Holz, dickere Polsterung und hochwertigere Schalter. Schließlich sollte der BMW 8er mit dem Mercedes SL und sogar dem Porsche 928 konkurrieren. In vielerlei Hinsicht nahm der Innenraum des E31 die Designentwicklung von BMW in den 1990er und 2000er Jahren vorweg – hin zu skulpturaleren Armaturenbrettern, stärkerer Elektronikintegration und einem gesteigerten Gefühl von Luxus.

Die Ausstattung des hier gezeigten BMW 850 CSI von 1995 spiegelt perfekt den Geschmack der Käufer der 1990er Jahre wider: Schwarzes Leder und Wurzelholzfurnier kombiniert mit einem Hightech-Bordcomputer, Kassettendeck, Klimaanlage und elektrisch verstellbaren Sitzen. Mit einer Laufleistung von nur 63.000 Kilometern steht das Auto aktuell bei Mécaniques Modernes & Classiques im Classic Driver Markt zum Verkauf. Zögern Sie also nicht zu lange, um dieses Glanzstück des BMW-Designs der 1990er Jahre zu sichern.



























