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Dieser wanderfreudige BMW E46 ist die ultimative Liebeserklärung an Alpina

Die teils sehr schlechten Straßen Albaniens, Montenegros, Serbiens und Nordmazedoniens zu bewältigen, ist selbst für weitaus PS-stärkere Autos kein Zuckerschlecken. Doch dieser grüne BMW E46 meisterte sie – genau wie sein Besitzer – mit Bravour. Wir wollten mehr darüber erfahren…

„Als Serienmodell wäre mein E46 vielleicht nur ein ganz normaler BMW gewesen, aber mit ein paar durchdachten Änderungen ist er zu einem echten und viel Spaß bereitenden Alleskönner geworden. Dabei ging es mir nicht um Wert oder Status, im Gegenteil ist der Wiederverkaufswert relativ niedrig. Aber genau deshalb mache ich mir darüber keinen großen Kopf. Ich verspüre nicht das Bedürfnis, etwas „Besseres“ zu haben, sondern genieße einfach das, was ich habe.“ Bemerkenswertes Bekenntnis des 30-jährigen Samuel, der sich gerade an seinen metallicgrünen BMW E46 lehnt. Der wirkt auf den ersten Blick wie eine makellose und gelungene Hommage an die Alpina-Variante B3 und hat es ihm ermöglicht, die Sehenswürdigkeiten und Kulturen dutzender Länder in ganz Europa zu erleben.

Zum Einstieg wollten wir mehr über Samuels Leidenschaft für Autos erfahren. Und was ihn dazu bewogen hat, dieses mittlerweile wie ein guter Wein alternde Coupé zu erwerben. „Ich lebe in Brünn, Tschechien, und bin, wie so viele in meinem Alter, mit Spielen wie Gran Turismo und Need for Speed ​​aufgewachsen. Meine erste Liebe galt unserer heimischen Marke Škoda, aber vor etwa acht Jahren kaufte ich mein erstes Auto, genau dieses E46 Coupé.“ Samuels BMW hat eine interessante Geschichte, vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Lackierung in Farngrün – kombiniert mit einer seltenen und daher ganz besonderen Innenausstattung mit mintgrünen Stoffsitzen und Türtafeln. Obwohl es sich um keinen originalen Alpina handelt, war Samuels Wunsch, diesen gebrauchten E46 in sein Traumauto zu verwandeln, von Anfang an deutlich erkennbar. „Diese seltene Farbe hat mich zu Alpina geführt, da ich die Marke schon immer bewundert habe, und so wurde die Richtung für das Projekt nach und nach klar. Ich wollte keine Replika schaffen, sondern ein von der Alpina-Philosophie inspiriertes Modell – klar, dezent und fahrerorientiert.“

Zuerst kümmerte sich Samuel um die rostige Karosserie, was auch eine Neulackierung mit sich brachte. „Ich wählte einen kräftigeren Grünton, der dem Alpina-Grün näherkommt. Nach und nach habe ich außerdem eine Alpina-Frontlippe, einen Heckspoiler, ein Alpina-Kombiinstrument und nach jahrelanger Suche originale 18-Zoll-Alpina-Felgen nachgerüstet.“ Anschließend sorgte Samuel dafür, dass Motor und Fahrverhalten dem eines Alpina möglichst stark ähnelten, und überholte Fahrwerk, Motor und Getriebe, um den Alpina-Klon unter allen Bedingungen absolut zuverlässig zu machen. „Letztendlich hatte alles ein Ziel: dass sich jede Fahrt besonders anfühlt. Und selbst nach über 100.000 Kilometern zaubert mir der Wagen noch immer ein Lächeln ins Gesicht, obwohl er alles andere als perfekt und immer noch rostig ist!“

100.000 Kilometer mit einem Auto – das ist eine Leistung, die eine ganz besondere Verbindung schafft und die gefeiert werden musste. Samuel hat seinen treuen E46 durch Italien, San Marino, Slowenien und sogar Rumänien gefahren. „2024 reisten meine Freunde und ich weiter durch den Balkan – Albanien, Montenegro, Serbien und Nordmazedonien. Mit der Zeit haben wir einen Großteil der Region erkundet, und mittlerweile bin ich persönlich mit diesem Auto durch mehr als 15 Länder Europas gefahren.“ Noch länger war Samuels jüngste und bislang ambitionierteste Reise. 2025 reiste er mit dem Coupé bis nach Griechenland und spulte in Begleitung eines anderen BMW über 5.000 Kilometer ab – erstaunlicherweise ohne jegliche Panne! „Ich wünschte, mehr Leute würden solche Touren mit ihren Autos unternehmen. Ja, es ist anstrengend, man fährt viel, aber man gewinnt Erinnerungen, die man nicht kaufen kann. Und im Vergleich zu einem Mietwagen ist es etwas ganz Besonderes, all diese Orte mit dem eigenen Auto zu erkunden.

Mit Blick auf die Zukunft fiebert Samuel schon dem nächsten Abenteuer entgegen – hält seine diesjährigen Pläne aber vorerst geheim. Er möchte aber auch andere dazu ermutigen, es ihm gleichzutun, unabhängig von ihrer Fahrzeugwahl. „Am meisten freue ich mich darauf, Auto zu fahren, neue Orte zu entdecken und Erinnerungen zu schaffen. In Tschechien zu leben ist dabei ein riesiger Vorteil. Mitten in Europa zu leben, macht es unglaublich einfach, in fast alle Richtungen loszufahren und etwas Neues zu entdecken.“

Sie können Samuels Abenteuern mit seinem BMW E46 hier folgen. 

 

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