

Wann haben Sie zuletzt 29 Rennwagen – von flinken Rennwagen aus den 50er-Jahren bis hin zu modernen Le-Mans-Veteranen – lässig in den Straßen Ihres Viertels geparkt gesehen? Letzten Dienstagmorgen, als die Bewohner des gehobenen Münchner Stadtteils Bogenhausen ihre Häuser verließen, um ins Büro oder zum Wochenmarkt zu fahren, wurden sie von einer Flotte auffälliger und farbenfroher Rennmaschinen begrüßt, die sich vor Marks Feinkost am Kufsteiner Platz versammelt hatten. Es war die dritte Ausgabe von „Marks & Cars“, einem Cars-and-Coffee-Event, das vom Marks-Team gemeinsam mit Classic Driver organisiert wird – und das diesjährige Rennthema hatte sich schnell zu einem ausgewachsenen Rennsport-Treffen auf öffentlichen Straßen entwickelt.


Von Audi, BMW und Bentley bis hin zu Ionity, Porsche und Rimac hatten viele große Player der Automobilwelt ihre legendärsten Rennwagen zu den „24 Stunden von Bogenhausen“ bei Marks & Cars geschickt. Und natürlich war Rennmeister bei der Feier des Rennsportgeistes mit dabei – ausnahmsweise lieferte das Nightlife-Racing-Team aus Wolfenbüttel seine Rennwagen also schon vor dem Frühstück und nicht erst nach Einbruch der Dunkelheit. Direkt vor dem Café hatten die Veranstalter fünf bemerkenswerte Porsche-Langstreckenlegenden aufgestellt, angefangen mit einem Porsche 917 in Gulf-Farben, den Pedro Rodríguez und Leo Kinnunen 1970 bei den 24 Stunden von Le Mans fuhren, und einem Rothmans-Werks-Porsche 956, den Jackie Ickx und Jochen Mass 1983 bei den 1000 km auf dem Nürburgring pilotierten.


Jochen Mass ist leider Anfang des Jahres verstorben. Als Hommage an den großen Rennfahrer und Freund der Marke hatte Rennmeister einen leuchtend orangefarbenen Jägermeister Racing Porsche 962 mitgebracht, den Mass damals gefahren hatte. Das Porsche-Museum wagte zudem einen Sprung in die zeitgenössische Motorsportgeschichte und stellte zwei beeindruckende moderne Langstreckenrennwagen zur Schau – einen der drei Porsche 919, die 2015 in Le Mans einen Dreifachsieg errangen, und einen Porsche 963, der 2024 die 24 Stunden von Daytona gewann.


Auf der anderen Straßenseite parkte ein ganz anderer Jägermeister Racing-Veteran vor den Tischen des Cafés: Im Vergleich zu den Le Mans- und IMSA-Prototypen ringsum wirkte der flinke March-BMW F2 von 1974 fast zerbrechlich, doch einst lieferte er mit seinem 330-PS-Motor bei nur 450 Kilo Gewicht eine schier atemberaubende Leistung. Hans-Joachim Stuck wurde für seine Siege im March-BMW F2 als „König von Hockenheim“ gefeiert, bevor Jochen Mass 1977 am Steuer des Monoposto das Eifelrennen gewann.


Es ist faszinierend zu sehen, dass die leuchtend orangefarbenen Jägermeister Racing-Autos auch Jahrzehnte später noch echte Publikumsmagneten sind. Wann trifft man schon seine Rennfahrerhelden aus der Kindheit und die Posterautos aus dem Jugendzimmer an einem Dienstagmorgen mitten in München? Der Rennzirkus von Marks & Cars erreichte seinen Höhepunkt, als der neunfache Le-Mans-Sieger Tom Kristensen und der F1-Veteran Karl Wendlinger das Publikum auf eine Zeitreise in die goldenen Tage des Motorsports mitnahmen – und Überraschungsgast Orlando Bloom dem Event einen unerwarteten Schuss Hollywood-Glamour hinzufügte.


Für Rennmeister war der Cameo-Auftritt bei Marks & Cars jedoch nur der Anfang: Während der IAA Mobility feierte BMW M den 40. Geburtstag des ersten BMW M3 mit einem viertägigen Pop-up-Event für die "Generation M" im M Clubhouse, einem Studio nahe dem Gärtnerplatz im Herzen der Stadt. Gemeinsam mit anderen einflussreichen zeitgenössischen Auto-Communitys wie Hfmstr und JP Performance war Rennmeister eingeladen, bei der Party dabei zu sein, die Bar zu bewirten, die Gäste mit eiskalten Jägermeister-Drinks zu versorgen – und natürlich auch ein vierrädriges Schätzchen aus der Jägermeister Racing-Kollektion mitzubringen. Als die junge und extravagante Münchner Automeute am Donnerstagnachmittag in das Hinterhofstudio strömte, wurde sie dann auch von jenem legendären BMW E30 M3 Sport Evolution begrüßt, der in der DTM-Saison 1992 von Armin Hahne gefahren wurde und noch immer stolz den Hubertus-Hirsch auf der Haube trägt.


In den darauffolgenden Tagen wurde das M Clubhaus zum Treffpunkt für BMW M Enthusiasten, die Rennmeister-Community und alle, die angesichts der perfektionistischen Messestände eine Dosis automobiler Magie brauchten. Und trotz aller Herausforderungen, mit denen die großen Hersteller derzeit konfrontiert sind, ist es doch ermutigend zu sehen, wie die nächste Generation authentische Autokultur in der ganzen Stadt aufgreift und feiert – von Rennwagen zum Frühstück bis hin zu DTM-Helden nach Einbruch der Dunkelheit.
Fotos: Szymon Adamczyk für Rennmeister



































































































