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2.000 Autos unter Bäumen: Warum Madrids Autopia die spanische Leidenschaft widerspiegelt

Spanische Enthusiasten sollten sich das letzte Aprilwochenende rot im Kalender markieren. Die Veranstalter des aufstrebenden Events Autopía heißen in einem Wald bei Madrid die unterschiedlichsten Raritäten willkommen, vom beinahe ausgestorbenen Kleinwagen bis hin zum spektakulären Hypercar.

Seit mittlerweile vier Jahren definiert Autopía die spanische Sammlerszene neu und ist Teil des Veranstaltungskalenders der FIVA. Aus dem Wunsch heraus entstanden, der Iberischen Halbinsel ein Treffen von Weltrang zu bescheren, hat sich dieses einzigartige Event in der dortigen Klassiker- und Sportwagenszene schnell etabliert. Als eines der wenigen hochkarätigen Events dieser Art im Land zelebriert es die Autokultur mit einer leidenschaftsbetonten Herangehensweise, für die die Spanier normalerweise bekannt sind.

Jedes Frühjahr verwandelt sich ein Waldstück vor den Toren der Hauptstadt zu einem Treffpunkt für 2.000 sorgfältig kuratierte Automobile. Auf den 17 Hektar der Banco Santander Financial City koexistieren Natur, Automobil-Design und Ingenieurskunst in unerwarteter Harmonie. Die größte Stärke der Veranstaltung ist ihre schiere Vielfalt, denn die Kuratoren legen mehr Wert auf die Geschichte hinter den Autos als auf deren Preisschild. Hier koexistiert ein bescheidener Kleinwagen aus den Siebzigern vorbehaltslos neben einem exklusiven Supersportwagen. Ein landestypischer Renault Siete teilt sich den Schatten der Bäume beispielsweise mit einem Ferrari 812 Superfast. Dieser integrative Ansatz stellt sicher, dass alle Arten von Enthusiasten willkommen sind und jedes Fahrzeug seine Geschichte frei entfalten kann, ganz ohne Hierarchien oder Markendünkel.

Autopía bleibt seiner Philosophie von Kultur und Konservierung treu und unterteilt das Waldgelände in über zwanzig Themenbereiche. Das Ufer des im Herzen des Veranstaltungsortes gelegene See dient als Bühne für die bedeutendsten ausgestellten Fahrzeuge. Die kommende Ausgabe am 25. und 26. April verspricht spektakulär zu werden. Geplant ist eine große Hommage an den Lamborghini Miura und seine V12-Nachfahren anlässlich des 60. Jubiläums des ersten Supersportwagens. Flankiert wird dies von Feierlichkeiten für den BMW M3 und den 50. Geburtstag des Volkswagen Golf GTI. Als Ausstellungsstücke wurden zudem bereits zwei Motorräder bestätigt, die in jüngerer Zeit die Rallye Dakar gewonnen haben. Weitere Highlights sind neben einem WRC-Auto ein Pegaso, der getrost als ein spanisches Automobil-Heiligtum bezeichnet werden kann, sowie zwei originale Renn-Cobras von Carroll Shelby. Wenn sie mit ihrem eigenen Sammlerstück dabei sein wollen, können sich hier bereits registrieren.

Aber Autopía ist weit mehr als eine reine Autoshow. Die Veranstaltung soll ein generationsübergreifender Treffpunkt sein. In entspannter Atmosphäre kommen die Fahrzeugbesitzer und interessierte Familien zusammen, um ihre Begeisterung für die Autokultur zu teilen. Im Rahmen der Jubiläen besteht sogar die Möglichkeit, mit den Designern der Fahrzeuge ins Gespräch zu kommen. Durch die Vernetzung der lokalen Fangemeinschaft mit der breiteren europäischen Szene möchte Autopía eine neue Tradition begründen.

 „Kultur und Nachhaltigkeit liegen uns auf allen Ebenen am Herzen, was sich anhand der Erhaltung historischer Fahrzeuge über den verantwortungsvollen Genuss von Youngtimern bis hin zur sorgfältigen Kuration moderner Autos zeigt“, erklärt der Organisator Juan Hernández. Seine persönliche automobile Utopie ersann er gemeinsam mit Héctor Álvarez, dem Schöpfer der lokalen Szene-Instanz „If you like cars“. Ihr langfristiges Ziel ist nichts Geringeres, als Autopía zu einer der prestigeträchtigsten Automobilveranstaltungen Südeuropas zu machen. Sie möchten den spanischen Fans ein Erlebnis bieten, das mit etablierten Pflichtterminen wie dem Goodwood Revival, der Retromobile oder dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este vergleichbar ist.

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